FOLK FICTION

In Folk Fiction erfinden wir unsere eigene Folklore. Raffiniert und archaisch, frech und feierlich. Wir erfinden eine kollektive Identität als wilden Mix aus Selbstportrait und Utopie, inspiriert aus unseren Geschichten, Vorlieben und Wünschen. Mit Pomp und Poesie, Albernheit und Ernst, immer getragen vom pochenden Groove des Step.

Kollektive Identität steht dieser Tage hoch im Kurs. Sie regelt, wer dazugehört und wer nicht. Sie mobilisiert Massen und formt die Gesellschaft. Ist frei erfunden, aber radikal wirksam. Da wollen wir mitreden!

Folk Fiction ist kompositorisch viel komplexer als unsere vorigen Stücke: Jede*r von uns tanzt eine andere Version der Choreografie, aber alles fügt sich zusammen zu einem beweglichen Mosaik, lässt Bilder entstehen von Zusammenhalt und Spaltung, Gruppenrausch und Ritual.

Es war nie so geplant, aber jede*r von uns musste in Folk Fiction über sich hinauswachsen. Etwas hinkriegen, von dem wir vorher dachten, das schaffen wir nie. Wir sind fast daran gescheitert und waren nach den Endproben restlos erschöpft. Das wir es dann doch geschafft haben, hat uns enorm gestärkt. Durch Folk Fiction sind wir erst wirklich zu einer Company geworden. So wurde die Arbeit an der kollektiven Identität tatsächlich identitätsstiftend.

Sebastian Weber SWDC 2020
Tänzerische Urgewalt zum nachdenken – „Da werden tatsächlich alle Körper zu Instrumenten, bei denen die Energie aus den Fußsohlen, aus den Zehenspitzen durch alle Körperteile hindurch fließt bis in die Arme und die Fingerspitzen. Eben jene Energie versetzt schließlich alle und alles in unwiderstehliche Bewegung.
Momente der Ruhe, der Konzentration, in denen alle Tänzer im abgedunkelten oder nur sparsam erhellten Raum zueinanderfinden, zu einem großen Körper werden, verstärken die Dynamik dieser im nächsten Augenblick wieder aus- und losbrechenden tänzerischen Urgewalt noch. Einer Urgewalt, der zu widerstehen kaum möglich scheint. Das stimmt bei aller Begeisterung, die sich in lang anhaltendem Beifall der Premierenbesucher niederschlägt, auch nachdenklich. Urgewalt gibt es schließlich in vielerlei Form, in Gruppen strukturierender, manipulierender, vor allem auch intrikater und gerade deshalb gefährlicher. Die Message von „Folk Fiction“ sitzt.“
Rhein-Neckar Zeitung
Eine Arbeit, die in ihrer bloßen Form ungestümer Unmittelbarkeit überzeugt. In einer Abfolge lose verknüpfter Tanz-Sets powern Weber und seine Tänzerinnen und Tänzer bis zur Verausgabung. Fügen sich zu weit ausschwingenden Formationen, die mit geballter Kraft wie Rhythmusmaschinen durch den Bühnenraum steppen. Oder ziehen sich zusammen im eng fokussierten Licht, werden zu einem Schmelzkern, aus dessen Innerem das Tackern der Steppschuhe als still insistierendes Pulsieren dringt.
Steffen Georgi, Leipziger Volkszeitung
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Dauer
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Credits

Tanz
Andrea Alvergue
Helen Duffy
Janne Eraker
Vilma Kananen
Nikolai Kemeny
Samuel Vère
Sebastian Weber

Choreografie
Sebastian Weber + Company

Choreografie-Assistenz
Michela Pesce

Dramaturgie
Steffen Fuchs

Kostümbildner
Anna Spenn
in Zusammenarbeit mit der Kostümabteilung des Theater Koblenz

Licht
Thomas Knopp
Jakob Bauer

Komposition und musikalische Leitung
Christoph HIllmann
Christian Grothe
Sebastian Weber

Musiker
Gangbe Brass Band
Ernesto Aznarán
Antonio Vilchez
Andreas Dänel
Gregor Lener

Produktionsleitung
Josepha Vogel 
in Zusammenarbeit mit dem KBB des Theater Koblenz

Fotos
Tom Dachs
Jörg Singer

Produktion
Gesa Volland + Sebastian Weber GbR
in Partnerschaft mit Theater Koblenz

Gefördert von
Kulturstiftung des Bundes, Fonds Doppelpass

Termine

Oktober 2020

16.Oktober 19:30 - 21:00
Landesbühnen Sachsen Radebeul

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