Presse zum neuen Stück „Die Legende von Syd O’Noo“

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Die ersten Auftritte der Tanz/Theater/Film Produktion „Die Legende von Syd O’Noo“ liegen hinter uns. Hier ist eine erste Presseschau:

Boris Gruhl freut sich in der Leipziger Volkszeitung, dass man Fred Astaire und Ginger Rogers „getrost vergessen kann“, wenn man unser Stück sieht und resümiert:

In „Die Legende von Syd O’Noo“, das am Donnerstag Premiere hatte, sind so starke wie zutiefst berührende Tanzszenen zu erleben, bei denen die Technik, bei bester Beherrschung, zugunsten der Empfindsamkeit des Ausdrucks zurücktritt. Weber steppt leise. Er kann vom sanften Auftippen der Spitze die sich steigernde Energie bis in die hoch erhobenen Arme führen, er kann die Bewegung aus dem Atem entwickeln und diese dann in die Klänge des bewegten Körpers übergehen lassen. Das ist Spitze!

Bewegung und Klang korrespondieren wie selten im Tanztheater – nur ein Grund, warum „Die Legende von Syd O’Noo“ zwar lang, aber doch großartig ist.

Leipzigs Monatsmagazin „Der Kreuzer“ macht unsere „sehenswerte Quasi-Dokumentation“ im Februar zum Tagestipp und Tobias Prüwer schreibt in seiner Rezension:

Was echt, was fiktiv ist, wird wohl nur Kennern ersichtlich sein. Emotional berührend ist die Produktion allemal. […] So entsteht die intensive Suche eines hinreißend hin- und hergerissenen Künstlers nach der seiner Kunst, nach einer Tiefe im Stepptanz, der nicht nur Unterhaltung sein soll.

Sehr positiv fällt auch das Urteil von Maeshelle West-Davies in ihrem englischen Blog The Leipzig Glocal aus:

The piece addresses relevance on every scale and exposes the sacrifice artists make for their work, from the pursuits of funding a documentary to learning to ignore the racism facing African Americans in the 40s. Excellent performances all around.

tanz2.16_coverBesonders gefreut hat uns, dass auch das renommierte tanz Magazin — wo es ja bisher nicht so viel über Steptanz zu lesen gibt — eine positive Kritik veröffentlicht. In der Februar-Ausgabe schreibt Steffen Georgi:

Es gelingt der Inszenierung, sich in tiefere Schichten zu graben. Der Trip in die Staaten gerät zu einem durch die Zeit, die jenem geheimnisvollen Schemen Syd O’Noo mehr und mehr Substanz und Kontur verleiht. […]

Faszinierend, was Weber in seinen Tanzparts zeigt: eine Tap-Dance-Elegie voller Lyrismen, in strenge Bewegungen, Atmen und Klacken gefasst. Sie verdichten sich filigran und verflüchtigen sich wieder. Genauso wie die Kontur dieses Syd O’Noo.

Und als Resümee:

In dieser Inszenierung wird die Legende wirklich, als augenblickkurzer Widerschein in Webers hochemotionalem Tanz.

 

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